Eine kleine Sammlung verschiedener und - hoffentlich - nützlicher Informationen zum GR 20. Wir wollen Ihnen die eine oder andere Information, die wir gesammelt haben und die für uns nützlich war, hier vermitteln. Manchmal ist man froh für kleine Anregungen und Informationen, die aus der Praxis kommen und an Ort und Stelle Ärger und Zeit einsparen können … Beste Jahreszeit Für die meisten Begeher wird die beste Jahreszeit der Sommer sein. Im Frühjahr und Frühsommer
gibt es genügend Schnee, damit sind manche Passagen zumindest mühsam wenn nicht sogar gefährlich.
Auch im Juni findet man in den höheren Lagen noch Schnee. Dafür ist im Frühsommer die Wasserversorgung
kein Problem. Es gibt viele Quellen und Bäche, die Temperaturen sind in den tieferen Lagen angenehm,
oben aber - vor allem bei Wind (und der ist häufig) - ziemlich kalt. Selbst im Jahrhundertsommer
2003, als alle über die Hitze gestöhnt haben, haben wir teilweise in der Höhe gefroren. Also
grundsätzlich auch im Sommer durchaus gegen das Frieren geschützt sein ...
Anreise Wir sind mit dem Auto (VW-Campingbus) angereist. Das hatte zwar den einen oder naderen Vorteil,
wir würden aber grundsätzlich doch beim nächsten Mal mit Bahn oder - besser - Flugzeug anreisen.
Das Auto steht 2 Wochen alleine herum, wir hatten (auf einen Tipp aus dem Internet hin) einen
guten Platz (teilweise im Schatten!) vor dem Bahnhof in Corte gefunden. Das war aber in unserer
speziellen Wegführung begründet, normalerweise beginnt man ja im Norden (Calenzana)oder (seltener)
im Süden (Conca). Auch da gibt es sicher Parkmöglichkeiten, aber bequemer ist es bestimmt,
mit dem Bus an den Ausgangsort zu fahren und sich dann um nichts mehr kümmern zu müssen.
Nord-Süd oder Süd-Nord? Fast alle gehen von Nord nach Süd. Warum, ist uns auch nicht ganz klar. Umgekehrt ist es genauso schön - und man ist viel mehr alleine (falls man das mag - wir haben es genossen). Auch sonst spricht nach unserer Meinung manches für diese Richtung. Man beginnt relativ gemütlich auf einem guten Weg, gewöhnt sich an das stete und lange Gehen, die erste Hütte (s. Tagebuch) ist wunderschön, ein richtiger Rast- und Erholungsplatz. Dann geht es so richtig los: Bavella (wer's gerne alpin mag, sollte unbedingt die sog. alpine Variante über die Bavella gehen, ist absolut empfehlenswert! Man schraubt sich sozusagen höhenmäßig langsam auf das Dach Korsikas, und die absoluten Höhepunkte des richtigen Hochgebirges liegen eher am Ende der Wanderung. Wir haben es nicht bereut, in dieser Richtung gegangen zu sein.
Übernachten Von Juni bis Oktober kann man an praktisch allen Refuges innen übernachten. Dann muss man kein Zelt mitnehmen und ist viel leichter unterwegs - sicher ein großer Vorteil. Trotzdem zelten fast alle, und auch wir haben es getan und haben es genossen.
Essen und Trinken Manche tragen Essen für zwei Wochen über die Berg. Kann man machen. man kann aber fast überall
auch Kleinigkeiten kaufen, manchmal sogar richtig etwas essen. Wir beschreiben das in unserem
Tagebuch. Wir haben eine Mischform gewählt, hatten einiges dabei, haben aber immer wieder Nachschub
gekauft, da gegessen, wo es was "Richtiges" gab und da von Müsliriegeln, Speck und Käse gelebt,
wo es nichts gab. Das Trinken ist ein nicht zu unterschätzendes Problem vor allem im Sommer, wenn die Bäche versiegt sind. Wir sind früh meist mit etwa 7-8 l Wasser (verteilt auf zwei Personen!) gestartet und haben immer alles verbraucht. Manche kommen sicher mit weniger aus, man sollte aber vorsichtig sein und lieber etwas mehr schleppen als auszutrocknen. Trotz häufig kühler Luft in der Höhe auch im Hochsommer, brennt die Sonne oft ganz erheblich, das Rucksackgewicht und das lange Gehen tut ein Übriges. Mehr zu diesem interessanten Thema findet man unter "korsisches Essen". Orientierung Die Orientierung ist an sich problemlos. Wir hatten die optimalen Karten
des IGN - allerdings sind das 5 Karten - die kosten und wiegen. Im Prinzip
tun es die 1:50000-er (oder sogar 1:100000) Karten auch. Der
Weg ist hervorragend markiert, man sollte sich immer an
die rot-weißen Zeichen
halten und nicht nur nach Wegspuren schauen! Davon gibt es nämlich
viele, und einige führen durchaus
in die Irre. Auch Steinmännchen (cairns) - an sich eine gute Orientierungshilfe
- können in die Irre leiten und sind somit kritisch zu hinterfragen;-)
Manche bauen sie, wenn sie sich verlaufen haben, um dann wieder zurück
zu finden! Es gibt jede Menge Hirtenwege und Viehsteige, und
die führen
oft ganz wo anders hin! Ausrüstung Die Ausrüstung sollte schon einiges aushalten. Es muss aber keine
sündhaft
teure Expeditionsausrüstung sein. Wichtig sind vor allem stabile und
bequeme Trekkingschuhe, weder schwere Bergstiefel noch leichte Wanderschuhe
sind
hier optimal (es gibt aber auch Leute, die gehen mit Turnschuhen! Da war
nach der halben Strecke das Knie allerdings im ...). Wichtig ist ein guter
und leichter Wind- und Regenschutz (optimal aber nicht billig sind die
neuen Goretex-Packlite Materialien). Überhaupt sollte die Kleidung
leicht, stabil, angenehm zu tragen sein (also meist doch nicht billig;-).
Sonnenschutz,
Hitze- und Kälteschutz sind wichtig. Ein Schlafsack muss sein, selbst
auf den Hütten gibt es nach unseren Informationen nicht immer Decken.
Eine Isomatte wenn im Zelt übernachtet wird, was sehr viele tun. Selbst
wenn man in den Hütten nächtigen möchte, sollte man ein
Biwak überstehen, denn
die Refuges sind oft völlig überfüllt, und dann muss man
doch hinaus. Zum Thema Kochen gibt es ganze Abhandlungen, wir sind 2003
ohne Kocher problemlos
durchgekommen, haben aber diesmal doch einen kleinen dabei gehabt und waren
damit zufrieden. |
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Diese Seite wurde zuletzt bearbeitet am 09.12.2006